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In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts brachte es die Erweckungsbewegung mit sich, daß überall im Lande als Ergänzung zum sonntäglichen Gottesdienst biblische Hauskreise entstanden. Manche dieser Kreise blieben unter dem Dach ihrer Kirchengemeinde, andere setzten auf mehr Selbständigkeit, es entstanden „Landeskirchliche Gemeinschaften“, wie der Name zum Ausdruck bringt: Gemeinschaften innerhalb der Landeskirche, das „Kirchlein in der Kirche“.
 

Die Anfänge der LKG Schildesche ...

...dargestellt von Otto Gromm im Juni 1928

Im Januar 1884 kam Bruder Franz Rips aus dem Rheinland nach Schildesche. Da er das Bedürfnis nach Gemeinschaft mit anderen Gotteskindern verspürte, machte er sich auf den Weg, solche zu suchen. Da er sie im Jünglingsverein, den er nur kurze Zeit besuchte, nicht fand, richtete er in seinem Hause eine Bibelstunde ein. Es dauerte auch nicht lange, dann hatte er einen Kreis um sich gesammelt und nun kam man zur Wortbetrachtung in den Häusern zusammen. Als dann im Jahre 1895 Herr Pastor Köhler von Herford nach Schildesche als Pfarrer gewählt wurde, fand derselbe einen Kreis von Männern und Frauen vor, die mit Ernst Christen sein wollten.

Dieses Kreises nahm er sich dann in liebevoller Weise an.

Frau Köhler sammelte die jungen Mädchen im Pfarrhaus zur Wortbetrachtung um sich und hat so die Grundlage zu unserem EC-Jugendbund gelegt. 

Die ersten Gemeinschaftsbibelstunden, zu denen jedermann Zutritt hatte, wurden im kirchlichen Gemeindehaus abgehalten. Da auch Laien zum Dienst am Wort zugelassen wurden, erhob sich von Seiten der Kirche Widerstand. Es sollte nur der Geistliche reden und beten. Schließlich sollte das Gemeindehaus für diese Versammlungen verboten werden. Einigen leitenden Brüdern wurde der Zutritt zum Gemeindehaus untersagt. Herr Pastor Köhler stellte sich auf die Seite der Ausgeschlossenen und die Gemeinschaft setzte die Versammlungen in einer Bauerntenne fort. Es wurde auch sogleich der Bau eines eigenen Gemeinschaftshauses erwogen, der bald durch die Opferwilligkeit der Mitglieder, insbesondere der Witwe Heidemann, die den Bauplatz stiftete, Wirklichkeit wurde.

Viel Liebe der Gläubigen, Leidensfreudigkeit und Opfersinn, Eifer zur persönlichen Arbeit, Studium des Wortes Gottes und gemeinsames Gebet kennzeichneten diese Bewegung, die bald die Aufmerksamkeit von Freunden und Feinden auf sich zog.

Am 8. November 1903 konnte das neuerbaute eigene Gemeinschaftshaus bereits der Benutzung übergeben werden. Da nun das Haus einen Eigentümer haben mußte, aber nicht einer Einzelperson, sondern der ganzen Gemeinschaft gehören sollte - eigentlich gehörte es ja dem Herrn - entstand die Frage, welcher Weg zu wählen sei. Die Eintragung eines religiösen Vereins war ein Ding der Unmöglichkeit und es gab damals noch kein Gesetz zur Gründung eines e.V und so wurde die Form der GmbH gewählt. Die Gesellschafter, damals 12 Brüder an der Zahl, wurden dann von den Mitgliedern der Gemeinschaft in geheimer Abstimmung gewählt und ihnen die Benennung “Brüderrat” beigelegt.
 

Wir gehören zum Westfälischen Gemeinschaftsverband

Der Westfälische Gemeinschaftsverband ist ein freies Werk innerhalb der evangelischen Kirche von Westfalen. Der Verband wurde 1894 gegründet, aber erst 1925 gab er sich eine Satzung und wurde in das Vereinsregister eingetragen. In unserem Verband haben sich damals schon bestehende Bezirksverbände zusammengeschlossen. Prägend für die Verbandsarbeit waren Pastor D. Walter Michaelis, der spätere Präses des Gnadauer Verbandes und Wilhelm Wolk, beide aus Bielefeld.

Der Auftrag des Verbandes ist, durch die Verkündigung des Wortes Gottes

  • in Evangelisationen, in der Kinder- und Jugendarbeit Menschen zu lebendigem Glauben  zu rufen,
  • in Gemeinschafts- und Bibelstunden Christen im Glauben zu stärken und zu ermutigen, Hilfen zum christlichen Leben und Zurüstung zum Dienst zu geben;
  • durch Unterstützung der Äusseren Mission zur Ausbreitung des Evangeliums in aller Welt beizutragen.